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Sondernummer zur Frankfurter Buchmesse 1998 |
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Über die Autoren
Marek K. E. Baczewski - geb. 1967. Lyriker und Prosaiker, Verfasser des Lyrikbandes Fortepian Baczewskiego i inne konstrukcje (Baczewskis Klavier und andere Konstruktionen). Publiziert selten, dafür sind seine Veröffentlichungen durch große Originalität gekennzeichnet. Preisträger u.a. des vom Verein Civitas Christiana ausgeschriebenen Lyrikband-Wettbewerbs (1993) sowie des 1. Preises im R.M. Rilke-Wettbewerb (1997). Lebt in Zawiercie.
m. l. biedrzycki - geb. 1967. Lyriker aus dem engsten "bruLion"-Kreis und Redaktionsmitglied dieser Zeitschrift. Absolvent der Bergbau- und Hüttenakademie in Krakau. Autor von drei Lyrikbänden: * , Kraków - Warszawa 1993; OO, Kraków 1994; py³/³yp (Staub/Buats), Kraków 1997. Preisträger vieler lyrischer Wettbewerbe. Seinen Verbindungen zu "bruLion" verdankt er den Ruf eines "O'Haraners". Biedrzyckis Lyrik spielt mit den literarischen Konventionen, sprachlichen Klischees und den Stereotypen der Massenkultur, was ihn zu einer scharfsinnigen Kritik des Massenbewußtseins bringt. Lebt in Krakau.
Marek Bieñczyk - geb. 1956. Prosaiker, Literaturwissenschaftler, Essayist und Übersetzer aus dem Französischen (u.a. Romane und literarische Skizzen von M. Kundera, E. Cioran). Arbeitet an der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Autor von vielen Abhandlungen über die Kultur und Literatur (französische und polnische) des 19. Jhs. Veröffentlichte eine Abhandlung über den Romantikdichter Zygmunt Krasiñski, Czarny Cz³owiek (Der schwarze Mann), Warszawa 1991; vor kurzem erschien sein Skizzenband Melancholia. O tych, co nigdy nie odnajd± straty (Melancholie. Über jene, die das Verlorene nie wiederfinden), Warszawa 1998. Der Roman Das Terminal gehört zu den interesssantesten Prosadebüts der letzten Jahre, er verbindet geschickt die Elemente eines Liebesromans, einer Erzählung, sowie eines literarischen Spiels und melancholischer Betrachtungen über die geistige Verfassung des zeitgenössischen Intellektuellen. Der Roman wurde ins Französische übersetzt (Gallimard 1997) und stieß bei der französischen Kritik auf großes Interesse. Lebt in Warschau.
Dariusz Bitner - geb. 1954. Schriftsteller und Essayist. Autor von zehn Prosabänden: Bajka (Die Fabel), Warszawa 1979; Ptak (Der Vogel), Kraków 1981; Cyt (Tsch), Kraków 1982; Owszem (Doch), Warszawa 1984; Kfazimodo (Quasimodo) Kraków 1989; Trzy razy (Drei Mal), Warszawa 1995; Bulgulula, Szczecin 1996 und Chcê, ¿±dam, rozkazujê (Ich will, ich verlange, ich befehle), Szczecin 1995. Der letztere Band enthält auch Prosaskizzen und die Titelerzählung, die mit den Konventionen autobiographischer und autothematischer Prosa spielt. Im letzten Buch Pst (Szczecin 1997) sind die wichtigsten Werke Bitners aus der letzten Dekade gesammelt, die eine Trilogie bilden. Bitner ist eng mit der Warschauer Monatszeitschrift "Twórczo¶æ" verbunden. Träger des A. Bursa-Literaturpreises. In seinem Wohnort Szczecin leitet er seinen Verlag "Basil".
Katarzyna Bochenek - geb. 1970. In der Redaktion für die Gestaltung zuständig, absolvierte 1997 die Akademie der Künste in Krakau (Spezialisierung: Litographie, Linoschnitt, Zeichen). In 1996 wurde sie in 6. Benialle "Angesichts des Wertes” [Wobec warto¶ci] in Katowice ausgezeichnet, in 1998 bekam sie die Auszeichnung für "Das Werk des Jahres” in Katowice. Sie nahm an dem "Art-Eu” Hattingen ’96 teil. Lebt in Bytom.
Tomasz Cichoñ - geb. 1970. Absolvent der Polonistik an der Schlesischen Universität. Literaturkritiker, Mitglied der Kulturredaktion der Warschauer Tagesblatt "¯ycie". In "FA-art" veröffentlichte er Erzählungen.
Piotr Czakañski-Sporek - geb. 1965. Prosaiker, Maler, Kulturmanager in Krakau, wo er der künstlerische Direktor des jährlich veranstalteten Festivals jüdischer Kultur "Bajit Chadasz" ist. Autor von drei Romanen: Pierrot i Arlekin (1991), Ostatnia amerykañska powie¶æ (1993, Der letzte amerikanische Roman), Aj (1996, alle Romane erschienen in Bielsko-Bia³a). Der erste Roman erzählt von der Einweihung in die Kultur, der bekannteste Roman, Ostatnia amerykañska powie¶æ zeigt die Geschichte eines mit seiner familiären und nationalen Tradition ringenden jüdischen Emigranten, und stellt gleichzeitig ein postmodernistisch-trügerisches Spiel mit Kafkas Werk Amerika dar. Aj setzt diese Problematik fort. Czakañskis Bilder waren in der Popper-Synagoge und Camelot-Galerie in Krakau ausgestellt. Lebt in Pszczyna.
Przemys³aw Czapliñski - geb. 1962. Literaturkritiker und -historiker. Polonistikstudium an der Mickiewicz-Universität in Posen. Veröffentlichte Abhandlungen: Poetyka manifestu (Poetik des Manifests), Warszawa 1997; ¦lady prze³omu. O prozie polskiej 1976-1996 (Die Spuren des Umbruchs. Über die polnische Prosa 1976-1996), Kraków 1997; und eine monographische Skizze Tadeusz Konwicki (Poznañ 1994). Dozent am Institut für Polonistik der Mickiewicz-Universität. Publikationen in Fach- und Literaturzeitschriften sowie in der Tagespresse. Beschäftigt sich vor allem mit der polnischen Prosa der Nachkriegszeit. Als Kritiker gewann er schnell den Ruf eines der interessantesten und gründlichsten Rezensenten von Neuerscheinungen in der Prosa. Das Buch ¦lady prze³omu (Die Spuren des Umbruchs) gilt mit Recht als die kompetenteste Beschreibung der Veränderungen in der polnischen Prosa der letzten 20 Jahre.
Adam Kaczanowski - geb. 1976. Lyriker, Prosaiker und Amateur-Filmregisseur. Seine Gedichte wurden in vielen angesehenen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Autor des poetischen Flugblatte Czarna skrzynka (Der schwarze Kasten), Katowice 1997. Gewann den 1. Preis in der Kategorie Spielfilme beim polnischen Wettbewerb der Amateurfilme (Ogólnopolski Konkurs Filmów Amatorskich OKFA 1998). In seinem Werk entblößt er die klischeehafte Sprache und kompromitiert intellektuelle Stereotypen. Er macht sich über die Schlagworte und Moden (auch die literarischen der Lyriker seiner Generation) lustig. Sein letztes Werk, der postmodernistische Roman Filipiñscy uzdrowiciele (Philippinische Heilpraktiker), ist im Druck. Lebt in Posen.
Cezary K. Kêder - geb. 1965. Absolvent der Polonistik an der Schlesischen Universität. Chefredakteur von zwei Vierteljahreszeitschriften - der Literaturzeitschrift "FA-art" und der Kulturzeitschrift "Opcje". Autor mehrerer Lyrikbände, in denen die lyrische Form den Ausgangspunkt für die formalen und intelektuellen Untersuchungen bildet, u.a. Chwile my¶lenia (Mommente des Denkens), 1989; Ja (Ich), 1990; Sekwencje (Die Sequenzen), 1994. Sein Roman Antologia twórczo¶ci postnatalnej (Anthologie des postnatalen Schaffens) erschien 1996 in Bytom. Dieses Buch zeichnet eine einzigartige Vision der in die gesellschaftlichen Rollen, den Sprachautomatismus und die Textualität verwickelten Existenz. Als Kritiker interessiert ihn vor allem das Selbstbewußtsein des Dichters wie es sich im literarischen Text manifestiert. Lebt in Bytom.
Marian Kisiel - geb 1961. Literaturkritiker und -historiker (polnische Literatur des 20. Jhs.). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Literatur der Gegenwart der Schlesischen Universität. Autor der Abhandlungen: U podstaw twórczo¶ci Adama Czerniawskiego (Die Grundlagen des Werks von Adam Czerniawski), Gliwice 1991; ¦wiadectwa, znaki. Glosy o poezji najnowszej (Zeugnisse, Zeichen. Glossen zur jüngsten Lyrik), Katowice 1998; Od Ró¿ewicza. Ma³e szkice o poezji. (Von Ró¿ewicz. Kleine Skizzen über die Poesie), Katowice 1998. Mitarbeiter von vielen lokalen und überregionalen Zeitschriften. Leiter der Abteilung für Literaturkritik der Kattowitzer Zeitschrift "¦l±sk". Veröffentlichte vier Gedichtbände. Sein Forschungsgebiet sind die Veränderungen in der polnischen Literatur der Kriegs- und Nachkriegszeit und die literarische Kultur dieser Zeit. Gegenwärtig arbeitet er an einer Abhandlung über das literarische Bewußtsein in Polen inder Zeit des politischen Umbruchs 1956. Lebt in Katowice.
Karol Maliszewski - geb. 1960. Lyriker, Prosaiker, Literaturkritiker. Philosophiestudium an der Breslauer Universität. Arbeitet als Lehrer. Debütierte Mitte der achtziger Jahre. Autor der Gedichtbände Dom i mrok (Haus und Dunkelheit), 1985; Wiersz wolny (Blankvers), 1987; Miasteczko - pro¶ba o przestrzeñ (Das Städtchen - eine Bitte um Raum),1988; Bêdê przebywa³ wtedy jeszcze w Polsce (Ich werde dann noch in Polen sein), 1991; M³ody poeta pyta o- (Ein junger Dichter fragt nach-), 1994; Rocznik sze¶ædziesi±ty grzebie w papierach (Der Jahrgang ‘60 wühlt in den Papieren), 1996 und eines Werks in der Konvention eines Schein-Tagebuchs (Dziennik pozorny), Sopot 1997. Bekannt als Kritiker wurde er in der Posener Zweiwochenschrift "Nowy Nurt", wo er sich schnell den Ruf eines der originellsten (und fleißigsten!) Kritiker der jüngeren Generation erworben hat. Konsequent begleitet er die junge Lyrik, indem er sie regelmäßig in vielen Literaturzeitschriften bespricht. Ab 1996 ständiger Mitarbeiter von "FA-art". Lebt in Nowa Ruda.
Dariusz Nowacki - geb. 1965. Polonist, Literaturkritiker. Redakteur von "FA-art" und der Zeitschrift "Opcje", wo er die Literaturabteilung leitet. Ständiger Mitarbeiter anderer Literaturzeitschriften ("Twórczo¶æ", "Kresy", "Kwartalnik Artystyczny"). Sein Hauptgebiet ist die zeitgenössische polnische Prosa, besonders die der Debütanten; seine Doktorarbeit handelte über das Werk von Jerzy Andrzejewski. Lebt in Sosnowiec.
Grzegorz Olszañski - geb. 1973. Lyriker und Literaturkritiker. Verbunden mit der literarischen Gruppe Na dziko (wild). Veröffentlichte in vielen Literaturzeitschriften. Autor eines poetischen Flugblatts Recytacje z pamiêci (Rezitationen aus dem Gedächtnis), Bytom 1995. Doktorand an der Philologischen Fakultät der Schlesischen Universität. Lebt in Bytom.
Jan Szaket - Pseudonym von Cezary Kêder, s. dort.
Stefan Szymutko - geb. 1958. Assistent am Lehrstuhl für die Nachromantische Literatur der Schlesischen Universität. Vorsitzender der Teodor-Parnicki-Literaturgesellschaft und ein großer Liebhaber des Werks dieses Schriftstellers. Veröffentlichte Zrozumieæ Parnickiego (Parnicki verstehen) - eine Monographie über einen der besten Romane dieses unterchätzten Autors - Koniec "Zgody Narodów" (Das Ende der "Verständigung der Völker"). Schreibt für die Fach-, Literatur- und gesellschaftlich-kulturelle Presse. Lebt in Mys³owice.
Andrzej Tuziak - geb. 1958. Absolvierte das Soziologiestudium an der Schlesischen Universität und die Drehbuch-Fakultät an er Staatlichen Filmhochschule in £ód¼. Leitet die Drehbuchseminare an der Schlesischen Universität. Seine Drehbücher waren Grundlage für zwei Fernsehfilme (Tramwajada und ¯emenemenu). Veröffentlichte Bände mit Erzählungen: Historia naturalna malarza wêdrownego (Natürliche Geschichte eines Wandermalers), Warszawa 1985; Odwrócony od siebie (Von sich selbst abgewandt), Warszawa 1987; Oskar¿am pana, doktorze Kafka (Ich klage Sie an, Herr Doktor Kafka), Bytom 1991; Wariackie papiery (Hals über Kopf), Katowice 1994. Autor des Romans Ksiêga zaklêæ (Das Buch der Zauberworte), Bytom 1996. In seinem Werk verbindet er die satirische Beobachtung der Wirklichkeit mit posmodernistischen Ausdrucksmitteln. Träger des A. Bursa-Preises, St. Wyspiañski-Stipendiums und Solidarno¶æ-Literaturpreises.
Krzysztof Uni³owski - geb. 1967. Nach dem Polonistikstudium an der Schlesischen Universität begann er 1992 am Institut der Wissenschaften für Polnische Literatur der Schlesischen Universität zu arbeiten. Sein Interesse konzentriert sich auf die neuen Tendenzen in der polnischen Prosa nach 1956. Mit "FA-art" ist er seit 1989 verbunden, als Kritiker schreibt er auch für "Twórczo¶æ". Autor der literaturkritischen Abhandlung Sk±din±d (Im übrigen), Bytom 1998. Laureat des 2. Preises in dem von der M.K. Górscy-Stiftung veranstalteten Wettbewerb für die beste literaturwissenschaftliche Doktorarbeit für das Jahr 1997. Lebt in Katowice.
Anna Wêgrzyniakowa - geb. 1951. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Literaturtheorie der Schlesischen Universität. Autorin von: Dialektyka jêzykowej organizacji tekstu w poezji Juliana Tuwima (Dialektik der sprachlichen Textorganisation in der Lyrik von Julian Tuwim), Katowice 1991 und "Nie ma rozpusty wiêkszej ni¿ my¶lenie". O poezji Wis³awy Szymborskiej ("Es gibt keine schlimmere Ausschweifung als das Denken". Über die Poesie von Wis³awa Szymborska), Katowice 1996. Hervorragende Interpretatorin der Skamander-Lyrik, auch von Le¶mian, Szymborska, Ró¿ewicz u.a. Langjährige Lektorin des Verlags "¦l±sk". Lebt in Katowice.
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