Dann könnte als postmoderne einfach alle Literatur durchgehen, die mit eben dieser Kultur ringt, indem sie sie auf kritischste Weise darstellt. Das Problem besteht darin, daß man dann Czaplińskis Liste sogar um den Helden aus dem Buch des Posener Kritikers (d.h. um Tadeusz Konwicki) erweitern müßte, wodurch der Begriff der Postmoderne jegliche operative Bedeutung verlöre und einfach zur Bezeichnung polnischer Literatur der letzten sieben Jahre verkäme - unter der höchst diskussionswürdigen (für mich unhaltbaren) Annahme, daß diese Literatur sich grundlegend von der Literatur von vor 1989 unterscheide. 

Ich will euch was erzählen, dazu leb ich, außerdem braucht die Feder Stoff, und ihr habt das Buch vielleicht auch deshalb gekauft – und zwar, um zu erfahren, was bei anderen so los ist –, und das ist wunderbar, bloß hab ich mir nichts Neues angeschafft und fahr nirgendwo hin. In meiner Geschichte geht es um Liebe, das sag ich gleich.

Morgen ist schon Rosch Haschana1, der erste Tag im neuen Jahr 5703. Seit ein paar Tagen denke ich ständig an den von einer Mine zerfetzten Bauch des Pferdes. Ich frage mich, weshalb ich so angestrengt versuchte, so viele Einzelheiten auf dem Pressefoto auszumachen? Armes Tier. Bestimmt verwest es jetzt in einem Straßengraben. Ich wüßte gern, zog es einen Wagen mit Aussiedlern oder zerrte es ein Geschütz hinter sich her? In dem Artikel, der zu dem Bild gehörte, stand nichts darüber. Solche Zwischenfälle machen auf Kriegsberichterstatter offenbar keinen Eindruck. Vielleicht nur dieser ausgehungerte Hund, der darauf wartet, daß der Mann mit dem Apparat abzieht.

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  • Zimno
    Zimno

    Piotr Czakański: Zimno
    Wydawnictwo FA-art. Katowice 2006.
    e-book: Wydawnictwo FA-art. Katowice 2015.

    Zimno to powieść, której bohaterem jest śmiertelnie chory mężczyzna. Jako dziecko cudem ocalał po wymordowaniu przez hitlerowców swojej rodziny za ukrywanie Żydów. Uratowany przez księdza, wychowywany przez zakonnice, a później przybranych rodziców próbuje, na podstawie strzępków ocalałych fotografii, wyobrazić sobie biologicznych rodziców, rodzeństwo i swoje dzieciństwo. Tytułowe zimno jest przede wszystkim metaforą świata, w którym przyszło żyć bohaterowi. Powieść oszczędna w słowach, ale o wielkiej sile wyrazu.

    w proza Czytaj dalej...

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